Sonntag, 6. November 2011

Zwei nicht so schöne Ereignisse

Ja, ich weiß, ich vernachlässige diesen Blog sehr. Ich gelobe Besserung!


Dabei gab es in der Zwischenzeit doch das ein oder andere Erwähnenswerte.

Eines Morgens haben wir bemerkt, dass Knöpferl humpelt und beim Anfassen knurrt. Wir haben schon vermutet, dass es Bissverletzungen sind, aber als "Laie" sieht man die im Fell ja nicht so gut, und außerdem tut einem das Viecherl leid, wenn man es durch eigene Untersuchungen quält. Die Schmerzen schienen richtig stark zu sein, und sie hatte auch keinerlei Interesse am Fressen, nicht mal Leckerlis wurden genommen. So haben wir uns eine Tierarztpraxis in der neuen Heimat gesucht und sind dorthin gefahren. Es ist eine Gemeinschaftspraxis, die von zwei sehr netten Tierärztinnen geführt wird, die einen guten und kompetenten Eindruck machen. Das ist ja schon mal was!

Bei Knöpferl wurden mehrere Bisswunden auf der rechten Seite festgestellt. Von außen gar nicht groß, aber die gehen natürlich tief rein, und Weichteilschmerzen sind auch sehr unangenehm. Die Wunden haben teilweise auch schon angefangen, sich zu entzünden. So musste Knöpferl Metacam und ein Antibiotikum nehmen. Nach zwei Tagen sollten wir zur Kontrolle wieder hin. Da sich unter den Wunden Wundwasser angesammelt hatte, was man aber nicht mehr ablassen konnte, weil die Wunden oberflächlich schon viel zu gut verheilt waren, musste sie das Antibiotikum insgesamt eine ganze Woche lang nehmen. Aber dann war alles überstanden.

Ein zweites, für mich erschütterndes Ereignis war, dass sie am Donnerstag, 13. Oktober nicht von ihrem nächtlichen Ausflug nach Hause kam. Knöpferls Tagesablauf ist wirklich konstant und fast vorhersehbar, daher war es sehr verwunderlich, dass sie am 12. Oktober abends gegen 18 Uhr raus ist und um 5 Uhr in der Früh immer noch nicht wieder da war! Ich hatte ein ganz komisches Gefühl. Ich bin in aller Herrgottsfrühe schon mit der Taschenlampe raus und habe gesucht und gerufen, bei einer Nachbarin geläutet, bei der manchmal der Keller offensteht. Nichts. Kein Knöpferl. Und dann musste ich auch noch zur Arbeit, hatte die Nacht darauf auch noch Notdienst, so dass ich erst am nächsten Morgen wieder heimkommen würde! Der Tag war soooo schlimm für mich! Ich habe nur geheult. Die Familie meines Freundes hat tagsüber schon gesucht, mein Freund dann auch, viele Nachbarn wurden verständigt, von Knöpferl keine Spur! Ich hatte so dermaßen Angst. Wir haben schon einen Suchzettel entworfen, den ich am Folgetag überall aufhängen und einwerfen wollte. Aber soweit kam es Gott sei Dank nicht. Am Freitag früh kam um 5:40 Uhr (ich war ja noch im Notdienst) der erlösende Anruf von meinem Freund, der mir das schnurrende Knöpferl an den Hörer hielt. - Das war so ein Glücksmoment für mich, so eine Erleichterung, ich konnte es erst gar nicht glauben! Sie war unversehrt, aber recht nass, wahrscheinlich von einer Wiese, und hatte großen Hunger.

Wo sie war, wissen wir nicht, wir vermuten, dass sie eingesperrt war. Sie war 36 Stunden weg. Sonst ist sie maximal 12 Stunden weg, und auch das nur sehr selten. Ich bin immer noch so froh, dass sie wieder da ist. Ich bin jedes Mal glücklich, wenn ich sie sehe, wenn sie heimkommt, wenn ich mit ihr schmusen darf, wenn sie mich schnurrend ansieht, sogar wenn sie uns eine Maus bringt, was sie zur Zeit oft macht. Ihre Lunge hat von dem langen Ausflug anscheinend auch keinen Schaden genommen, zumindest hatte sie keine Beschwerden, weil sie so lange nicht inhaliert hat.

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