Sonntag, 6. November 2011

Wir barfen!

Nachdem Knöpferl außer ein paar Ergänzungsfutter-Sorten überhaupt kein Dosenfutter mehr anrührt, auch wenn es noch so hochwertig ist und ich schon alle Register an Tricks gezogen habe, habe ich mich entschieden, auf Rohfütterung umzusteigen. Rohes Fleisch war immer schon das Non-Plus-Ultra für Knöpferl. Meine Freundin ist da ja schon erfahrener und hat mich drauf gebracht. Für die Katze ist es natürlich mit Abstand das Gesündeste. Aber es gibt doch einige Dinge, die beachtet werden müssen, um aus Fleisch eine vollwertige Katzennahrung zu machen. Eine Maus besteht schließlich auch nicht nur aus Fleisch, sondern auch aus Knochen, Fell, Mageninhalt,... Deswegen muss Fleisch mit verschiedenen Zusätzen supplementiert werden, damit die Katze alles bekommt, was sie braucht.


Herangetastet habe ich mich mit einer Fertigsupplementenmischung. Außerdem brauchte ich ja schnell ein neues Futter, da sie ja nichts anderes mehr gefressen hat. Diese Mischung ist ein Pulver aus Vitaminen und Mineralstoffen, das einfach mit Fleischbrocken gemischt wird. Knöpferl hat es sehr gut angenommen. Das war für ein paar Wochen ihr Futter. Auf Dauer ist es aber auch nicht geeignet, da es auch perfekt ausgewogen ist und dieses Futter insgesamt zu wenig Fett und Ballaststoffe hatte. Deswegen habe ich mich mit meiner Freundin verabredet, um einen Tag lang Katzenfutter herzustellen. Sie hat es mir von ganz von vorn gezeigt. Es gibt einen Kalkulator, der einem, je nachdem, welche Fleischsorten verwendet wird, ausspuckt, welche Supplemente und wieviel jeweils noch nötig sind.

An Allerheiligen hat sich meine Küche in eine Metzgerstube verwandelt. Das war das Fleisch, das wir verarbeitet haben: zwei ganze Enten, Putenoberkeule, Putenherzen, Putenmägen, Putenschnitzel, Putenbrust, ein paar Entenherzen, Rindersuppenfleisch, Hasenschultern und Kaninchenkeulen. Meine Freundin hat noch Hähnchenbrust mitgebracht, für das Rezept für ihre beiden Miezen.


Meine Freundin hat sich Gott sei Dank erbarmt, die Enten zu zerkleinern, ich wüsste gar nicht, wie ich da rangehen sollte.


Es wurde fleißig Fleisch geschnitten, Rezepte ausgerechnet und zusammengemischt und schließlich portionsweise abgepackt und eingefroren. Jetzt haben wir für einige Wochen Futter.

Rezept mit Ente & Pute für Knöpferl

Für Knöpferl haben wir eine Sorte mit Ente & Pute und eine Sorte mit Hase, Kaninchen und Rind gemacht, für Polly und Quietschi, die Katzen meiner Freundin, gab es Ente & Huhn.

Ich war fix und fertig an dem Abend! Gut, dass das Futter lange reicht ;-) aber wenn man weiß, dass es gesund für die Katze ist und sieht, wie es ihr schmeckt, macht man's gern!

Und noch eine Anmerkung: Am liebsten ist es mir, wenn es den Tieren, deren Fleisch ich an Knöpferl (und natürlich auch an uns selbst) verfüttere, in ihrem Leben einigermaßen gutgegangen ist. Von Massentierhaltung und Discounterfleisch zum Spottpreis halte ich nichts, auch wenn es "nur" für die Katz ist, denn zu diesen Preisen kann man keinem Tier der Welt ein artgerechtes Leben ermöglichen. Die Enten waren von einem Geflügelhof hier in der Nähe, wo die Gänse, Enten und Hühner auf einer großen Wiese leben dürfen. Das Fleisch und auch andere Produkte werden in einem kleinen Hofladen verkauft. Das Putenfleisch war von einer Putenfarm hier in der Nähe, die eine angeschlossene Metzgerei hat und ihre Produkte auch in München auf dem Viktualienmarkt verkauft. Das Rinderfleisch war von einem guten Metzger hier am Ort, der eine Tafel aushängen hat, von welchen Höfen sein Fleisch stammt.

1 Kommentar:

  1. Ich trau mich da nicht ran. Bei dem, was ich bisher an Informationen darüber gefunden habe, schwankt nicht nur die Angabe über den täglichen Mengenbedarf an Fleisch, die eine Katze braucht. Ich lasse mir tiefgekühltes Fleisch schicken - einmal am Tag gibt es für jeden etwa 100 g zusätzlich zu Dosen und etwas Trockenfutter. Bei 8 Katzen, zwei Pferden mit allerlei teuren Wehwehchen und einem Verdiener bleibt einem nichts anderes über.
    LG Christiane

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