Mittwoch, 16. November 2011

Fangfrisch

Ein paar Szenen des heutigen Abends... (Achtung, nichts für Zartbeseelte!)

Zuerst ein Lob abholen...
... und dann...
... mit Genuss...
... verspeisen

Sonntag, 13. November 2011

Adventskalender

Knöpferl hat schon einen Adventskalender. Darin sind gesunde Leckerlis, "cosma Snackies", versteckt. Die kennen wir noch nicht, aber ich bin mal sehr gespannt. Für den Adventskalender hatte ich einen Gutschein von einer bekannten Online-Zoofachhandlung.

Sonntag, 6. November 2011

Wir barfen!

Nachdem Knöpferl außer ein paar Ergänzungsfutter-Sorten überhaupt kein Dosenfutter mehr anrührt, auch wenn es noch so hochwertig ist und ich schon alle Register an Tricks gezogen habe, habe ich mich entschieden, auf Rohfütterung umzusteigen. Rohes Fleisch war immer schon das Non-Plus-Ultra für Knöpferl. Meine Freundin ist da ja schon erfahrener und hat mich drauf gebracht. Für die Katze ist es natürlich mit Abstand das Gesündeste. Aber es gibt doch einige Dinge, die beachtet werden müssen, um aus Fleisch eine vollwertige Katzennahrung zu machen. Eine Maus besteht schließlich auch nicht nur aus Fleisch, sondern auch aus Knochen, Fell, Mageninhalt,... Deswegen muss Fleisch mit verschiedenen Zusätzen supplementiert werden, damit die Katze alles bekommt, was sie braucht.


Herangetastet habe ich mich mit einer Fertigsupplementenmischung. Außerdem brauchte ich ja schnell ein neues Futter, da sie ja nichts anderes mehr gefressen hat. Diese Mischung ist ein Pulver aus Vitaminen und Mineralstoffen, das einfach mit Fleischbrocken gemischt wird. Knöpferl hat es sehr gut angenommen. Das war für ein paar Wochen ihr Futter. Auf Dauer ist es aber auch nicht geeignet, da es auch perfekt ausgewogen ist und dieses Futter insgesamt zu wenig Fett und Ballaststoffe hatte. Deswegen habe ich mich mit meiner Freundin verabredet, um einen Tag lang Katzenfutter herzustellen. Sie hat es mir von ganz von vorn gezeigt. Es gibt einen Kalkulator, der einem, je nachdem, welche Fleischsorten verwendet wird, ausspuckt, welche Supplemente und wieviel jeweils noch nötig sind.

An Allerheiligen hat sich meine Küche in eine Metzgerstube verwandelt. Das war das Fleisch, das wir verarbeitet haben: zwei ganze Enten, Putenoberkeule, Putenherzen, Putenmägen, Putenschnitzel, Putenbrust, ein paar Entenherzen, Rindersuppenfleisch, Hasenschultern und Kaninchenkeulen. Meine Freundin hat noch Hähnchenbrust mitgebracht, für das Rezept für ihre beiden Miezen.


Meine Freundin hat sich Gott sei Dank erbarmt, die Enten zu zerkleinern, ich wüsste gar nicht, wie ich da rangehen sollte.


Es wurde fleißig Fleisch geschnitten, Rezepte ausgerechnet und zusammengemischt und schließlich portionsweise abgepackt und eingefroren. Jetzt haben wir für einige Wochen Futter.

Rezept mit Ente & Pute für Knöpferl

Für Knöpferl haben wir eine Sorte mit Ente & Pute und eine Sorte mit Hase, Kaninchen und Rind gemacht, für Polly und Quietschi, die Katzen meiner Freundin, gab es Ente & Huhn.

Ich war fix und fertig an dem Abend! Gut, dass das Futter lange reicht ;-) aber wenn man weiß, dass es gesund für die Katze ist und sieht, wie es ihr schmeckt, macht man's gern!

Und noch eine Anmerkung: Am liebsten ist es mir, wenn es den Tieren, deren Fleisch ich an Knöpferl (und natürlich auch an uns selbst) verfüttere, in ihrem Leben einigermaßen gutgegangen ist. Von Massentierhaltung und Discounterfleisch zum Spottpreis halte ich nichts, auch wenn es "nur" für die Katz ist, denn zu diesen Preisen kann man keinem Tier der Welt ein artgerechtes Leben ermöglichen. Die Enten waren von einem Geflügelhof hier in der Nähe, wo die Gänse, Enten und Hühner auf einer großen Wiese leben dürfen. Das Fleisch und auch andere Produkte werden in einem kleinen Hofladen verkauft. Das Putenfleisch war von einer Putenfarm hier in der Nähe, die eine angeschlossene Metzgerei hat und ihre Produkte auch in München auf dem Viktualienmarkt verkauft. Das Rinderfleisch war von einem guten Metzger hier am Ort, der eine Tafel aushängen hat, von welchen Höfen sein Fleisch stammt.

Zwei nicht so schöne Ereignisse

Ja, ich weiß, ich vernachlässige diesen Blog sehr. Ich gelobe Besserung!


Dabei gab es in der Zwischenzeit doch das ein oder andere Erwähnenswerte.

Eines Morgens haben wir bemerkt, dass Knöpferl humpelt und beim Anfassen knurrt. Wir haben schon vermutet, dass es Bissverletzungen sind, aber als "Laie" sieht man die im Fell ja nicht so gut, und außerdem tut einem das Viecherl leid, wenn man es durch eigene Untersuchungen quält. Die Schmerzen schienen richtig stark zu sein, und sie hatte auch keinerlei Interesse am Fressen, nicht mal Leckerlis wurden genommen. So haben wir uns eine Tierarztpraxis in der neuen Heimat gesucht und sind dorthin gefahren. Es ist eine Gemeinschaftspraxis, die von zwei sehr netten Tierärztinnen geführt wird, die einen guten und kompetenten Eindruck machen. Das ist ja schon mal was!

Bei Knöpferl wurden mehrere Bisswunden auf der rechten Seite festgestellt. Von außen gar nicht groß, aber die gehen natürlich tief rein, und Weichteilschmerzen sind auch sehr unangenehm. Die Wunden haben teilweise auch schon angefangen, sich zu entzünden. So musste Knöpferl Metacam und ein Antibiotikum nehmen. Nach zwei Tagen sollten wir zur Kontrolle wieder hin. Da sich unter den Wunden Wundwasser angesammelt hatte, was man aber nicht mehr ablassen konnte, weil die Wunden oberflächlich schon viel zu gut verheilt waren, musste sie das Antibiotikum insgesamt eine ganze Woche lang nehmen. Aber dann war alles überstanden.

Ein zweites, für mich erschütterndes Ereignis war, dass sie am Donnerstag, 13. Oktober nicht von ihrem nächtlichen Ausflug nach Hause kam. Knöpferls Tagesablauf ist wirklich konstant und fast vorhersehbar, daher war es sehr verwunderlich, dass sie am 12. Oktober abends gegen 18 Uhr raus ist und um 5 Uhr in der Früh immer noch nicht wieder da war! Ich hatte ein ganz komisches Gefühl. Ich bin in aller Herrgottsfrühe schon mit der Taschenlampe raus und habe gesucht und gerufen, bei einer Nachbarin geläutet, bei der manchmal der Keller offensteht. Nichts. Kein Knöpferl. Und dann musste ich auch noch zur Arbeit, hatte die Nacht darauf auch noch Notdienst, so dass ich erst am nächsten Morgen wieder heimkommen würde! Der Tag war soooo schlimm für mich! Ich habe nur geheult. Die Familie meines Freundes hat tagsüber schon gesucht, mein Freund dann auch, viele Nachbarn wurden verständigt, von Knöpferl keine Spur! Ich hatte so dermaßen Angst. Wir haben schon einen Suchzettel entworfen, den ich am Folgetag überall aufhängen und einwerfen wollte. Aber soweit kam es Gott sei Dank nicht. Am Freitag früh kam um 5:40 Uhr (ich war ja noch im Notdienst) der erlösende Anruf von meinem Freund, der mir das schnurrende Knöpferl an den Hörer hielt. - Das war so ein Glücksmoment für mich, so eine Erleichterung, ich konnte es erst gar nicht glauben! Sie war unversehrt, aber recht nass, wahrscheinlich von einer Wiese, und hatte großen Hunger.

Wo sie war, wissen wir nicht, wir vermuten, dass sie eingesperrt war. Sie war 36 Stunden weg. Sonst ist sie maximal 12 Stunden weg, und auch das nur sehr selten. Ich bin immer noch so froh, dass sie wieder da ist. Ich bin jedes Mal glücklich, wenn ich sie sehe, wenn sie heimkommt, wenn ich mit ihr schmusen darf, wenn sie mich schnurrend ansieht, sogar wenn sie uns eine Maus bringt, was sie zur Zeit oft macht. Ihre Lunge hat von dem langen Ausflug anscheinend auch keinen Schaden genommen, zumindest hatte sie keine Beschwerden, weil sie so lange nicht inhaliert hat.