Sonntag, 18. September 2011

Unser Umzug mit Knöpferl und die Zeit danach

Viiiieel zu lange habe ich nichts geschrieben - aber das ist als gutes Zeichen anzusehen, denn es ging die ganze Zeit über alles gut. Und ich hatte natürlich nach dem Umzug noch viel zu erledigen, Knöpferl wollte beschäftigt werden und, und, und... und so verging Tag um Tag, ohne dass ich was in ihren Blog geschrieben haben.
Aber nun von vorn:

Drei Wochen ist es heute abend her, dass wir Knöpferl geholt haben, wir selber sind schon einen Tag vorher eingezogen. Sie hat sich nach Ankunft intensiv die Wohnung angeschaut und erschnüffelt, danach kam eine Phase von ein paar Tagen, in der sie sich fast dauernd verzogen und versteckt hat. Sie war sehr ängstlich, nur abends, wenn wir beide da waren, ist sie aufgetaut. Tagsüber, als wir in der Arbeit waren, hat die Mutter meines Freundes immer mal wieder nach ihr geschaut, mit ihr gespielt, sie mit Leckerlis versorgt. (Sie wird auch diejenige sein, die sich um Knöpferl kümmert, wenn wir mal im Urlaub sind.)

Nach ein paar Tagen hat Knöpferls Verhalten sich aber schon wieder normalisiert, die Neugier war größer als die Angst. Neue Geräusche verloren an Schrecken, und sie hat sich fast nicht mehr versteckt. Zu meiner großen Überraschung hat sie aber auch nicht nach draußen gebettelt, obwohl sie schon öfters mal am Fenster saß. Aber sie wollte einfach hinausschauen.
So ging das fast 3 Wochen lang, sie war wirklich gut zu haben in der Wohnung, hat nur seltenst gemaunzt, dass sie raus wollte. Wir haben jeden Tag viel mit ihr gespielt, und sie hat viel aus dem Fenster geschaut und auch viel geschlafen. Obwohl sie nun wirklich schon gut eingewöhnt war, sie bewegt sich ganz normal in der Wohnung, neue Geräusche machen ihr nichts mehr aus, hat man doch gemerkt, dass ihr langweilig war und sie unglücklich wurde.
Nachdem sie vor ein paar Tagen morgens ihr Spiegelbild angegriffen hat, obwohl ihr ihr Spiegelbild zuvor nie etwas ausgemacht hatte (wir hatten in der alten Wohnung auch schon einen bodentiefen Spiegel), hab ich mir überlegt, ob es nicht doch jetzt nach 3 Wochen schon an der Zeit wäre, ihr die Freiheit wieder zu schenken.


Ok, wir haben hin und her überlegt, und uns dann entschlossen, dass wir am Abend den ersten Spaziergang mit Leine wagen. Das war vor 3 Tagen.


Sie war sehr neugierig, interessiert, aber vorsichtig. So sind wir am Donnerstagabend, am Freitagabend und Samstagmorgen mit ihr spazierengegangen. Wir haben gemerkt, dass sie sich auskennt, dass sie weiß, wo sie wieder hinmüsste. Deswegen haben wir es nun gestern nachmittag gewagt, sie rauszulassen! Ich hatte wahnsinnig Angst davor, doch gleichzeitig, hatte ich so ein Gefühl, dass sie ganz bestimmt wieder heimkommt.

Sie war sehr lange draußen. Die ersten paar Stunden waren wir und Andis Familie auch immer in der Nähe, und sie hat das Grundstück nicht verlassen. Sie hat sich alles angeschaut und angeschnuppert, ist auf fast jeden Baum gekraxelt, und man hat gemerkt, wie glücklich sie wieder ist. Sie war fast nie außer Sichtweite und ist immer wieder zu uns hergekommen.




Gegen Abend sind wir dann hoch in die Wohnung, Knöpferl haben wir zuerst mitgenommen. Sie hat kurz was gefressen und wollte dann gleich wieder raus. So ging das dann den ganzen Abend/die ganze Nacht. Gott sei Dank hat sie die Chipklappe viel schneller kapiert, als wir dachten, und so hat sie ab und zu mal vorbeigeschaut, und ist dann gleich wieder raus! Obwohl sie schon stundenlang unterwegs war. Wir dachten, die MUSS doch mal müde werden... aber anscheinend hatte sie soviel nachzuholen! Am späten Abend goss es aus Strömen, Knöpferl trotzdem draußen. Gut, es gibt einen ziemlich großen überdachten Bereich, einen Stall und einen Heuboden, wo sie sich auch aufhalten kann.

Nachts gegen 3 Uhr wurde ich von einem lauten "Maus-Miauen" wach. Oh je. Aufgestanden, nachgeschaut: ein stolzes Knöpferl, daneben eine tote Maus im Arbeitszimmer!
Dass wir gleich am ersten Tag mit dem "Problem" konfrontiert werden würden, haben wir auch nicht gedacht. Naja, mal sehen, wie wir das machen werden. Wir haben schon eine "Schleuse", den gefliesten Flur, von da geht dann nochmal eine Tür mit Katzenklappe in die Wohnung. Die Klappe könnten wir geschlossen halten, wenn wir nicht da sind, damit sie uns keine Mäuse in die Wohnung zieht. Denn Blutflecken auf dem Holzboden, das geht mal gar nicht. Auf dem versiegelten Parkett gehts ja noch, wenn mans gleich abwischt, aber auf dem geölten in Küche/Wohnzimmer ist das nix!
Die Miez war auf jeden Fall stolz, ich hab sie auch gestreichelt, kann sie ja nicht wissen, warum sie keine Mäuse reinbringen darf. Die Maus habe ich ihr 3 x vor die Haustür gelegt - und sie hat sie 3 x wieder reingebracht. Ein bisschen damit gespielt - und verspeist. Danach ist sie gleich wieder raus. 

Es war aber Gott sei Dank die einzige Maus heute nacht. Wann Knöpferl dann heimgekommen ist, habe ich nicht gehört. Aber heute morgen liegt sie schlafend (die muss aber auch kaputt sein, die war ja bestimmt 14 Stunden unterwegs!!) auf den Skiklamotten von meinem Freund, die umzugsbedingt noch auf dem Boden liegen und von ihr schon vor Tagen als Schlafstätte auserkoren wurden!


Mir ist auf jeden Fall ein Riesen-Stein vom Herzen gefallen, dass der ganze Umzug und das Einsperren und Freilassen danach so viel besser verlaufen ist, als ich mir das vorgestellt hatte! Jetzt ist wieder alles in Ordnung!

1 Kommentar:

  1. Es freut mich, dass alles so reibungslos verlaufen ist. Mäuse und anderes Getier in der Wohnung - das ist der Grund, der mich immer noch vom Einbau einer Katzenklappe abhält...
    LG Christiane

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