Freitag, 5. August 2011

Inhalieren mit dem AeroKat®

Leider habe ich, zumindest momentan, nicht so viel Zeit, als dass ich so viel schreiben könnte wie ich wollte. Aber nun will ich ein bisschen nachholen.

Im vorherigen Post habe ich geschrieben, dass ich mit Knöpferl inhalieren will. Da man einer Katze natürlich nicht sagen kann, dass sie das Mundstück des Sprays mit den Lippen umschließen, tief einatmen und dann die Luft anhalten soll, gibt es eine Inhalierhilfe, einen sogenannten "Spacer", speziell für Katzen: den AeroKat®. Hergestellt wird das Gerät von der Fa. Trudell Medical International, in Deutschland wird es durch die R. Cegla GmbH & Co. KG vertrieben.
Das Prinzip ist das gleiche wie auch bei Babies oder Kleinkindern. Es ist einfach eine Vorschaltkammer für Dosieraerosole, an die eine Maske angebracht ist. Da selbst Babymasken für Katzen zu groß wären und die Schnauze nicht dicht genug umschließen würden, hat eine Firma die Inhalierhilfe speziell für Katzen entwickelt. Es sind auch zwei Masken dabei, für große und kleine Katzen, wir brauchen die kleinere.

Das ist das Gerät samt Dosieraerosol

Nun muss man aber die Katze irgendwie dazu bringen, dass sie inhaliert, und das weitgehend gerne, denn sie muss es 2 x täglich tun, und das für einen längeren Zeitraum, evtl. weniger oft sogar für immer. Meine Freundin hatte die hervorragende Idee, das Inhalieren mit Clickertraining zu verbinden. Ich hatte mich zuvor noch nie mit Clickern beschäftigt, aber mittlerweile bin ich gut eingelesen und wir haben es auch schon ausprobiert. Natürlich wird sie nie ganz freiwillig ihre Schnauze fest in die Maske drücken, aber mir war wichtig, dass sie keine Angst vor der Maske hat und diese mit etwas Positivem verbindet. Das haben wir auf jeden Fall geschafft. Sie verbindet die Maske mit Leckerlis, mittlerweile auch ohne Click. Ich habe sie immer geclickt, wenn sie freiwillig an die Maske gerochen hat.

Seit einer knappen Woche inhalieren wir nun 2 x täglich, natürlich muss ich sie schon zwingen, aber sie lässt es tapfer über sich ergehen, wehrt sich nicht großartig und ist der Maske auch danach noch gut gesonnen. Schließlich gibt es auch nach dem Inhalieren immer ein gutes Leckerli. Und Futter - zur Vorbeugung von Pilzinfektionen im Mäulchen. Nach dem Fressen gibt es nach wie vor Theophyllin, aber nur noch die Hälfte, also 2 x tgl. ca. 30 mg. Wir haben nämlich letzten Sonntag Anzeichen von Theophyllin-Nebenwirkungen bzw. -Überdosierung bemerkt, zumindest vermute ich das stark. Sie hatte, besonders während des Schlafs, immer wieder leichte Muskelkrämpfe am ganzen Körper. Da solche Erregungszustände als Nebenwirkung typisch sind und Theophyllin eine geringe therapeutische Breite aufweist, d. h. die Spanne zwischen Nichtwirksamkeit und Toxizität relativ klein ist, vermute ich stark, dass diese Reaktion darauf zurückzuführen war. Am Morgen darauf hat sie kein Theophyllin bekommen, es war dann auch wieder alles normal. Nach einem Telefonat mit der Tierärztin bekommt sie jetzt nur noch die Hälfte, und wir fahren gut damit.

Ich habe jetzt schon seit bestimmt zwei Wochen keinen Hustenanfall mehr mitbekommen und glaube auch, dass sie keinen mehr hatte. Darüber bin ich sehr sehr froh!

1 Kommentar:

  1. Das ist ja erfreulich, dass Knöpferl die Maske ohne Probleme angenommen hat. Ich habe das Teil in größer - sprich für's Pferd :-) Auch erfreulich, dass ihr die Theophyllin Dosis regeln konntet. Ich weiß von meinem Tierarzt, dass es bei Tieren sehr schwer zu dosieren ist. Ich drücke die Daumen, dass alles weiter so zufriedenstellend verläuft.
    LG Christiane

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