Mittwoch, 17. August 2011

Update

Momentan gibt es nicht viel Neues zu berichten. Da der Umzug näher rückt und ich sehr damit beschäftigt bin, die neue Wohnung fertig herzurichten, noch letzte Dinge zu besorgen etc. und in der alten Wohnung meine Sachen einzupacken und ungebrauchte Dinge auszumisten, bleibt momentan leider nicht viel Zeit zum Bloggen. Aber das ändert sich wieder! :-)


Knöpferl geht es gut, sie ist momentan sehr sehr viel draußen unterwegs, schläft aber nach wie vor jede Nacht daheim. Oft muss ich abends sehr lange auf sie warten, obwohl ich schon müde wäre, aber ich bleibe auf, bis sie heimkommt, damit sie ihre Medikamente bekommt. (@ Christiane: Ja, ich gebe ihr alles gleichzeitig. Mag weder auf das Cortison verzichten, da ich Angst habe, dass sich die Bronchien sonst wieder stärker entzünden, noch mag ich auf die homöopathische Begleittherapie verzichten. Die HP wusste auch, dass ich ihr Cortison inhalativ verabreiche. Da es dort aber lokal wirkt und auch kaum in den Blutkreislauf übergeht, habe ich keine Bedenken.)
Nur mittlerweile wehrt sie sich immer stärker gegen das Inhalieren. Wenn sie anfangs noch brav stillgehalten hat, probiert sie nun, die Schnauze wegzuziehen, die Maske mit den Pfoten wegzuschieben oder in die Maske reinzubeißen... aber da es immer nur ein paar Sekunden sind, kriegen wir das schon hin! Und danach gibt es ja immer ein gutes Leckerli, dann ist die Sache schon wieder vergessen.

Ich hoffe nach wie vor, dass sie sich schnell eingewöhnt, aber gleichzeitig graut es mir davor, sie einige Zeit einsperren zu müssen. Das wird der Horror für uns alle, grad jetzt, wo sie immer so gern draußen ist. Aber wenn sie weglaufen würde, wär alles noch viel schlimmer. Mein Plan ist, dass ich sie mind. 2 Wochen in der Wohnung behalte (es zumindest versuche...), aber in dieser Zeit schon die ersten Freigänge mit Leine unternehme, damit sie sich schon ein bisschen eingewöhnen kann und weiß, wo was ist und wo es wieder heimgeht. Für drinnen habe ich mir den Feliway-Stecker besorgt, der verströmt Gesichtshormone, um ein "Wohlfühlklima" für Katzen herzustellen. Es ist anscheinend das einzige wirksame Pheromonprodukt, und ich will nichts unversucht lassen.
Ich hoffe, dass die ersten Wochen schnell und reibungslos vorübergehen, und erst, wenn sich Knöpferl eingewöhnt hat und ich merke, ihr geht es gut, kann ich mich auch freuen und den Zusammenzug und die neue Wohnung genießen.



Samstag, 6. August 2011

Bioresonanzanalyse

Auch darauf hat mich meine Freundin gebracht, ach wie gut, dass ich sie habe! Sie beschäftigt sich so viel mit Katzen und hat auch Forumskontakt mit so vielen anderen Katzenhaltern, dass sie einfach total viel weiß. Außerdem macht sie jetzt berufsbegleitend auch noch selbst eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin.

Mein Mädchen am 2.8.2011 in der Früh

Ich habe ausgebürstete Haare von Knöpferl zu einer Heilpraktikerin geschickt, die Bioresonanzanalysen durchführt. Mich hat einfach interessiert, ob es einen gewissen Auslöser für Knöpferls plötzliches Asthma gibt, ob sie auf irgendwas allergisch ist, das ich nach Möglichkeit in Zukunft meiden kann.

Wie diese Bioresonanzanalyse ganz genau funktioniert, habe ich nicht so ganz verstanden, aber ich finde diese ganze Sache höchstinteressant.

Als erstes habe ich bei der Heilpraktikerin angerufen und mich informiert. Aber mir war schnell klar, dass ich es auf jeden Fall machen lasse. Alles, was sie brauchte, war eine ganz kleine Menge Haare, und ein bisschen die Geschichte der Katze sowie ein Foto, damit sie sich den Patienten vorstellen kann. Gesagt, getan. Ich habe einen ausführlichen Brief mit Knöpferls Eckdaten und der bisherigen Krankheitsgeschichte geschrieben, ein paar Fotos beigelegt und ab ging die Post.

Ca. 1 Woche später war das Ergebnis da. Ich war wahnsinnig gespannt, hatte aber auch ein bisschen Angst, bevor ich den Brief öffnete. Was würde wohl drinstehen?

Das Ergebnis ist sehr aufschlussreich, wie ich finde, und auch wenn diese Methode der Diagnostik und Therapie nicht wissenschaftlich begründet ist, ich finde, sie hat ihre Berechtigung! Mit dieser Analyse ist mein Vertrauen in die alternative Naturheilkunde ein ganzes Stück gewachsen. Und ich hoffe stark, meiner Katze damit helfen zu können.

Aber nun zum Ergebnis: es spricht alles stark dafür, dass Knöpferl auf Schimmelpilzsporen allergisch reagiert! Das ist insofern interessant, weil ich wirklich Schimmel in der Wohnung habe (was die Heilpraktikerin nicht wusste). Natürlich ist die Belastung schon länger gegeben, aber es könnte sein, dass sie irgendwie mal viele Sporen auf einmal eingeatmet hat und dadurch das Asthma aufgeflammt ist. Wie gut, dass wir in drei Wochen umziehen!!! Dann sollte es theoretisch von selbst besser werden, denn die neue Wohnung ist definitiv schimmelfrei, wir haben sie ja gerade selbst renoviert.
Es war ein ausführlicher Bericht mit einem umfassenden, individuellen Therapievorschlag, den ich jetzt unterstützend auch anwende. Insgesamt 4 homöopathische Mittel, die ich ihr jetzt ca. 4 Wochen lang geben soll, eines sogar 8 Wochen. Wir nehmen die Mittel nun seit ein paar Tagen, und es geht ihr sehr gut.

Ich wäre schon sehr froh, wenn ich Knöpferl auf diesem natürlichen Weg und nebenwirkungsfrei helfen könnte. Fluticason und Theophyllin bekommt sie aber auf jeden Fall erstmal weiterhin. Vielleicht wage ich, wenn wir umgezogen sind und sie sich eingewöhnt hat, mal einen Versuch und lasse alle Medikamente weg. Ich merke ja schon vorher an ihrem Zustand, ob ich das machen darf oder nicht. Ich beobachte ihre Atmung immer genau, und ich sehe ja auch, wie schnell sie beim Spielen außer Atem kommt.

Falls wirklich Schimmel der Auslöser ist, ist der Umzug natürlich das Beste, was uns passieren kann. Auch wenn mir trotzdem noch total mulmig dabei ist, mit einer Freigänger-Katze umzuziehen. Sie tut mir total leid, weil ich sie aus ihrem Revier reißen muss, wo sie seit Babyalter ist und alles kennt. Und außerdem muss sie eine Zeitlang in der Wohnung eingesperrt bleiben, damit sie Ihr neues Zuhause auch als solches akzeptiert. Wenn sie dann endlich wieder raus darf, wird es meine Sorge sein, ob sie brav immer wieder heimkommt, und sie muss sich ein neues Revier erkämpfen. Dort gibt es viel mehr Katzen als hier, hier ist sie fast allein.
Natürlich gibt es auch Positives, sie hat dann eine Klappe, es gibt keinen Schimmel mehr, und da ich mit meinem Freund zusammenziehe, sind wir dann zu zweit im Haushalt, d. h. die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass jemand zu Hause ist, wenn sie ihre Medikamente braucht, wenn sie gefüttert werden will und so weiter und so fort. Richtig richtig freuen kann ich mich trotzdem erst, wenn sie sich eingewöhnt hat und ich weiß, dass sie zuverlässig heimkommt und sich auch draußen schon zurechtfindet.

Ich hoffe nur, dass ich mir umsonst Sorgen mache!

Freitag, 5. August 2011

Inhalieren mit dem AeroKat®

Leider habe ich, zumindest momentan, nicht so viel Zeit, als dass ich so viel schreiben könnte wie ich wollte. Aber nun will ich ein bisschen nachholen.

Im vorherigen Post habe ich geschrieben, dass ich mit Knöpferl inhalieren will. Da man einer Katze natürlich nicht sagen kann, dass sie das Mundstück des Sprays mit den Lippen umschließen, tief einatmen und dann die Luft anhalten soll, gibt es eine Inhalierhilfe, einen sogenannten "Spacer", speziell für Katzen: den AeroKat®. Hergestellt wird das Gerät von der Fa. Trudell Medical International, in Deutschland wird es durch die R. Cegla GmbH & Co. KG vertrieben.
Das Prinzip ist das gleiche wie auch bei Babies oder Kleinkindern. Es ist einfach eine Vorschaltkammer für Dosieraerosole, an die eine Maske angebracht ist. Da selbst Babymasken für Katzen zu groß wären und die Schnauze nicht dicht genug umschließen würden, hat eine Firma die Inhalierhilfe speziell für Katzen entwickelt. Es sind auch zwei Masken dabei, für große und kleine Katzen, wir brauchen die kleinere.

Das ist das Gerät samt Dosieraerosol

Nun muss man aber die Katze irgendwie dazu bringen, dass sie inhaliert, und das weitgehend gerne, denn sie muss es 2 x täglich tun, und das für einen längeren Zeitraum, evtl. weniger oft sogar für immer. Meine Freundin hatte die hervorragende Idee, das Inhalieren mit Clickertraining zu verbinden. Ich hatte mich zuvor noch nie mit Clickern beschäftigt, aber mittlerweile bin ich gut eingelesen und wir haben es auch schon ausprobiert. Natürlich wird sie nie ganz freiwillig ihre Schnauze fest in die Maske drücken, aber mir war wichtig, dass sie keine Angst vor der Maske hat und diese mit etwas Positivem verbindet. Das haben wir auf jeden Fall geschafft. Sie verbindet die Maske mit Leckerlis, mittlerweile auch ohne Click. Ich habe sie immer geclickt, wenn sie freiwillig an die Maske gerochen hat.

Seit einer knappen Woche inhalieren wir nun 2 x täglich, natürlich muss ich sie schon zwingen, aber sie lässt es tapfer über sich ergehen, wehrt sich nicht großartig und ist der Maske auch danach noch gut gesonnen. Schließlich gibt es auch nach dem Inhalieren immer ein gutes Leckerli. Und Futter - zur Vorbeugung von Pilzinfektionen im Mäulchen. Nach dem Fressen gibt es nach wie vor Theophyllin, aber nur noch die Hälfte, also 2 x tgl. ca. 30 mg. Wir haben nämlich letzten Sonntag Anzeichen von Theophyllin-Nebenwirkungen bzw. -Überdosierung bemerkt, zumindest vermute ich das stark. Sie hatte, besonders während des Schlafs, immer wieder leichte Muskelkrämpfe am ganzen Körper. Da solche Erregungszustände als Nebenwirkung typisch sind und Theophyllin eine geringe therapeutische Breite aufweist, d. h. die Spanne zwischen Nichtwirksamkeit und Toxizität relativ klein ist, vermute ich stark, dass diese Reaktion darauf zurückzuführen war. Am Morgen darauf hat sie kein Theophyllin bekommen, es war dann auch wieder alles normal. Nach einem Telefonat mit der Tierärztin bekommt sie jetzt nur noch die Hälfte, und wir fahren gut damit.

Ich habe jetzt schon seit bestimmt zwei Wochen keinen Hustenanfall mehr mitbekommen und glaube auch, dass sie keinen mehr hatte. Darüber bin ich sehr sehr froh!