Samstag, 30. Juli 2011

Diagnose: Felines Asthma

Erwähnt hatte ich es schon, dass bei Knöpferl kürzlich felines Asthma diagnostiziert wurde. Schon mal vorweg: ihr geht es soweit wirklich sehr gut. Dank Behandlung ist sie nun so gut wie beschwerdefrei.

... eine schlafende Katze ist doch ein Anblick für Götter! ;-)

Aber nun zur Geschichte: Es war ungefähr Mitte Juli, als mir auffiel, dass Knöpferl immer wieder Hustenanfälle hatte. Zuerst habe ich mir nichts weiter dabei gedacht, Husten kann ja schnell mal durch etwas ausgelöst werden. Als es nach ein paar Tagen nicht besser wurde und sie die Hustenanfälle immer noch mehrmals täglich hatte, bin ich mit ihr zum Tierarzt. Ihr sonstiges Befinden war absolut unauffällig. Sie hatte guten Appetit, war munter, wollte spielen wie immer, hatte kein Fieber. Beim Tierarzt wurde sie gründlich untersucht. Zuerst wurden Lunge und Herz abgehört. Ihre Atemgeräusche waren leicht verstärkt, das Herz in Ordnung. Dann wurde die Lunge geröntgt. Dabei kam heraus, dass ihre Bronchien verdickt sind (im Röntgenbild als sog. "Donuts" erkennbar; die Praxis hat ein neues, digitales Röntgengerät, da konnte sogar ich die "Donuts" sehen, als die Tierärztin sie mir zeigte). Um den Verdacht "Asthma" zu stützen, wurde noch Blut abgenommen und ins Labor geschickt.
Zwei Tage später war das Blutergebnis da: die eosinophilen Granulocyten, das sind bestimmte weiße Blutkörperchen, sind um etwas mehr als das Doppelte erhöht. Ein weiteres Indiz für Asthma.
Felines Asthma ist fast immer eine Ausschlussdiagnose. Bei Knöpferl spricht alles dafür: die Befunde, ihr junges Alter, die Tatsache, dass sie sonst pumperlgesund ist.
Für den Anfang hat sie eine 3-Tages-Cortison-Depotspritze bekommen, um fürs Erste Linderung zu erhalten. Man muss aber dazusagen, dass die Hustenanfälle Gott sei Dank keine richtig schlimme Atemnot waren. Sie haben sie nicht besonders gestört.

Zuerst war die Diagnose doch ein ganz schöner Schock. Aber als Apothekerin weiß ich, dass Asthma gut behandelbar ist. Eine Kombination aus Entzündungshemmung und Bronchodilatation ermöglicht den meisten Asthmapatienten (auch den menschlichen) ein nahezu normales Leben.

Allerdings will ich auf keinen Fall, dass Knöpferl das Cortison systemisch (d. h. Spritzen oder Tabletten) bekommt, da es ja eine Dauertherapie sein muss. Da wären die Belastung für den Organismus und die Nebenwirkungen zu groß, und sie ist ja noch so jung. Menschliche Asthma-Patienten inhalieren ihr Corticoid für gewöhnlich, da sind die Nebenwirkungen sehr gering bis nicht vorhanden.
Auch bei Katzen wird seit geraumer Zeit empfohlen, das Medikament zu inhalieren! "Wie soll das denn gehen?" denken sich jetzt bestimmt viele. Wir können es auch noch nicht, wir üben aber fleißig. Und die Erfahrungen damit möchte ich in diesem Blog niederschreiben!

Zur bronchodilatatorischen (= bronchienerweiternden) Therapie bekommt sie 2 x täglich 62,5 mg Theophyllin. Theophyllin gibt es in Kapseln, die mit Retardgranulat oder Retardpellets gefüllt sind. Das macht es sehr einfach, sie einer Katze zu verabreichen, denn es sind winzige Bröckchen, die ich wunderbar in Multivitaminpaste oder Leberwurst mogeln kann. Sie merkt das gar nicht! (Wohingegen es fast unmöglich ist, ihr eine Tablette in Paste o. ä. unterzujubeln - das merkt sie sofort!)
Das einzige, was ich machen muss, ist, ihre Dosis auszuwiegen, denn so eine niedrige Menschendosis gibt es nicht. Aber das ist mit der Analysenwaage in der Arbeit kein Problem.

Nun noch ein Wort zur Ursache von felinem Asthma. Diese ist nicht genau bekannt, meist ist es eine Mischung zwischen Veranlagung und Allergie. Wenn eine Katze also veranlagt ist und ein bestimmtes Allergen hinzukommt, kann es zu Beschwerden kommen. Ich vermute stark, dass es irgendeine Ursache geben muss, denn die Hustenanfälle sind sehr plötzlich aufgetreten. Aber wie rausfinden, was das Allergen sein könnte?
Hauttests beim Tierarzt sind oft nicht sehr aussagekräftig und strapazieren das Tier auch. Dank einer Freundin habe ich einen alternativen Weg gefunden: Bioresonanzanalyse! Meine Freundin, selbst Katzenbesitzerin, gab mir die Telefonnummer einer Heilpraktikerin, die solche Analysen durchführt. Ich musste nur Katzenhaare einschicken. Auf das Ergebnis warte ich noch, und ich bin sehr gespannt!

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